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Das SKF Gebäude bei Nacht. Foto: Pascal Höfig
Das SKF Gebäude bei Nacht. Foto: Pascal Höfig

Earth Night 2020 am 17. September

„Wenigstens eine dunkle Nacht pro Jahr“: Das ist das Motto der Aktion „Earth Night“. Am 17. September (Neumond) sollen Menschen ab 22 Uhr das Licht reduzieren oder abschalten. So erhoffen es sich die „Paten der Nacht“, die Initiatoren dieser bundesweiten Aktion, die sich ehrenamtlich für die Eindämmung der Lichtverschmutzung einsetzen. Anders als bei der Earth Hour, bei der das Licht für eine Stunde reduziert wird, um die Menschen an die Dringlichkeit des Klimaschutzes zu erinnern, steht bei der Earth Night das Licht im Fokus. Acht der elf teilnehmenden Städte und Gemeinden kommen allein aus Bayern.

Menschengemachtes Kunstlicht reduzieren

Sprecher Manuel Philipp: „Die Earth Night will auf die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht und seinen Folgen für Mensch, Umwelt und Natur aufmerksam machen. Sinnlos leuchtendes sowie fehlgelenktes Licht ist pure Energieverschwendung und schadet dem Klima. Das ist bekannt. Doch kaum bekannt ist, was Licht sonst noch alles anrichtet: Es lässt den Sternenhimmel verblassen und macht den Schlaf weniger erholsam. Es irritiert Pflanzen und lenkt Vögel auf ihre Zugrouten fehl. Es tötet im Sommer hundertmilliardenfach Insekten, die dann als Bestäuber fehlen sowie den meisten Tieren als Nahrungsquelle. Die Earth Night soll sensibilisieren und einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Licht bewirken.“

Lichtverschmutzung als Umweltproblem

Umweltschutz habe zumeist etwas mit Verzicht zu tun. „Nicht so beim Licht. Viel kann davon nachts ohne Sorge reduziert oder gar komplett abgeschaltet werden. Denn die meisten Menschen schlafen zu dieser Zeit.“ Kaum ein Umweltproblem unserer Zeit können mit so einfachen Mitteln so schnell und mit sofortiger Wirkung eingedämmt werden, wie das der Lichtverschmutzung.

Alle können Beitrag leisten

Das Gute: Jeder könne mitmachen bei der Aktion, so die Initiatoren: Gemeinden und Städte bezüglich der Beleuchtung von Straßen und Gebäuden ebenso wie Gewerbetreibende beim Werbe- und Schaufensterlicht. Und wer kein Außenlicht hat, schließe einfach Jalousien oder Vorhänge an den Fenstern – auch das mache die Nacht dunkler.

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Teilnahme aus der Region Schweinfurt

Einige Gemeinden in Bayern haben im Vorfeld ihre Teilnahme angekündigt. Darunter befindet sich auch die unterfränkische Gemeinde Röthlein aus dem Landkreis Schweinfurt, das sich an der Earth Night beteiligt. Initiator für Röthlein ist „Pate der Nacht“ Michael Sessler: Im Ortsgebiet wird für diese eine Nacht die Straßenbeleuchtung abgeschaltet. Um möglichst viele Menschen über die  Aktion zu informieren, gibt es außerdem einen Infostand am heutigen Donnerstag von 20 bis 22 Uhr in der Röthleiner Grundschule.

Zahlreiche Unterstützer

Unterstützt wird die Aktion unter anderem vom Bund Naturschutz, dem LBV und DAV, der Deutschen Umwelthilfe, der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) sowie beispielsweise auch von Ranga Yogeshwar. Und auch in Österreich sind bereits erste Unterstützer aktiv. Weitere Infos inklusive Tipps zur Lichtreduzierung gibt’s unter: www.earth-night.info.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Sternwarte Schweinfurt.  

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