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Brille. Symbolfoto: Pascal Höfig
Brille. Symbolfoto: Pascal Höfig

Augengesundheit: So hält man die Augen lange jung

Der Sehsinn liefert mehr als 80 Prozent aller menschlichen Sinneseindrücke. Umso schlimmer, dass die Augen ab dem mittleren Alter oft nicht mehr richtig mitspielen. Viele Menschen berichten schon ab 40 Jahren von altersphysiologischen Sehbeeinträchtigungen. Welche Vorsorgemaßnahmen halten die Augen länger jung?

Lassen sich natürliche Altersveränderungen der Augen verhindern?

Die Alterung der Augen ist im menschlichen Organismus fest vorprogrammiert. Die Linse verliert Stück für Stück an Elastizität. Das Auge passt sich daraufhin nur noch schwer an unterschiedliche Entfernungen an. Um mit Mitte 40 beispielsweise weit entfernte Naturphänomene, aber auch die einfachsten Dinge in der Nähe scharf zu sehen, benötigen zahlreiche Menschen eine Sehhilfe. Ganz egal, ob Lesebrille oder Kontaktlinsen im Gleitsicht-Modell. Abgesehen von der erschwerten Akkommodation wird die Linse im Alter außerdem trüber. Außerdem bauen die Sehzellen mit der Zeit ab. Man kann im Leben noch so gut gesehen haben, von alterssichtigen Augen bleibt man trotzdem nicht verschont. Allerdings lassen sich diese natürlichen Veränderungen oftmals zumindest hinauszögern. Vor allem drei Dinge tragen hierzu bei, nämlich:

  • Abwechslung
  • Entspannung
  • die richtigen Nährstoffe

Zu den wichtigsten Alterserscheinungen der Augen zählen die Altersweitsichtigkeit, die Nachtblindheit, ein hoher Augeninnendruck und die Makuladegeneration. Bei der Alterssichtigkeit verformt sich die versteifende Linse nicht mehr ausreichend. Bei der Nachtblindheit hingegen verklumpen Proteine die ehemals klare Linse. Wird sie milchig, drohen Blendempfindlichkeit, verschwommene Sicht und verblassende Farben. Auf der schlechter durchbluteten Netzhaut sterben außerdem die lichtempfindlichen Fotorezeptoren. Bis die Netzhauthelligkeit um zwei Drittel sinkt. Eine tatsächliche Erkrankung kann sich im Alter durch die schleichende Erhöhung des Augeninnendrucks ergeben. Der dadurch belastete Sehnerv kann Schaden nehmen, so beispielsweise beim Grünen Star. Auch die altersbedingte Makuladegeneration ist anders als Alterssichtigkeit und Nachtblindheit eine tatsächliche Erkrankung. Die zentralen Bereiche der Netzhaut nehmen hierbei wegen laufend anfallender Abfallprodukte Schaden. Um Erscheinungen wie diesen vorzubeugen, ist etwas Rücksicht auf die Augen umso sinnvoller.

Wie bleiben die Augen länger fit?

Die richtige Ernährung kann Krebs vorbeugen, Sport an der frischen Luft Herzkreislauferkrankungen verhindern. Ganz ähnlich wie diese Maßnahmen die Allgemeingesundheit fördern, tun bestimmte Dinge den Augen gut. Damit die Sehorgane keine Alterserkrankungen entwickeln, lohnt sich vor allem

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  1. die Reduktion von Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck.
  2. viel Bewegung an der frischen Luft.
  3. der Griff zur Sonnenbrille.
  4. vitaminreiche Kost.
  5. Augentraining.

1. Risikofaktoren vermeiden

Beeinträchtigungen der Augen entstehen vor allem durch gefäßschädigende Prozesse. Solche können beispielsweise im Rahmen von Krankheiten wie Diabetes auftreten. Auch Herzkreislauferkrankungen und Blutdruckschwankungen können im Alter das Risiko für Augenerkrankungen erhöhen. Wer persönliche Risikofaktoren für gefäßschädigende Prozesse reduziert, tut den Augen daher etwas Gutes. So beispielsweise mit Sport und ausgewogener Ernährung. Auch reduzierter Tabak- und Alkoholkonsum senkt die Wahrscheinlichkeit von Augenschäden.

2. Viel Bewegung an der frischen Luft

Hierbei geht es nicht nur um die Bewegung und frische Luft an sich. Die Augen sehnen sich nach natürlichen Seherfahrungen. Im 21. Jahrhundert bekommen sie davon nicht mehr genug. Entsprechend gut tut es ihnen, wenn man bei Aufenthalten im Freien den Blick in die Ferne schweifen lässt. Dieses Training der Augenmuskeln hemmt das Längenwachstum der Augäpfel. Darüber hinaus verhindert natürliches Tageslicht Kurzsichtigkeit.

3. Der Griff zur Sonnenbrille

So banal es sich anhört: Sonnenbrillen schützen die Augen. Obwohl die Sehorgane Tageslicht mögen und brauchen, tut ihnen grelles Licht nicht gut. Sehzellen gehen unter UV-Belastung in kürzester Zeit verloren. Darüber hinaus nehmen Linse und Netzhaut Schaden. Sonnenbrillen mit 100-prozentigem UV-Schutz verhindern solche Langzeitschäden.

4. Vitaminreiche Kost

Vitaminreiche Ernährung mit viel Vitamin A aus Karotten ist gut für die Augen. Das Hell-dunkel-Sehen lässt sich dadurch verbessern. Ebenso wichtig ist der Pflanzenstoff Lutein, der antioxidativ auf die Netzhaut wirkt. Er kommt vor allem in grünem Blattgemüse vor und stärkt die Makula. Viele Augenärzte raten auch zur ausreichenden Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren, beispielsweise aus Fisch. Solche verzögern die Makuladegeneration.

5. Augentraining

Experten raten dazu, die Augen täglich mehrmals hinter geschlossenen Lidern zu bewegen. Davon abgesehen, sollte man mehrmals am Tag abwechselnd nahe und ferne Punkte fixieren. Auch mehrfaches Blinzeln geht als Augentraining durch. Nach Trainingseinheiten ist außerdem das richtige Maß an Entspannung wichtig. Auf die geschlossenen Augen legt man nach Sehanstrengungen am besten locker die Handflächen auf. Mindestens zwei Minuten lang hält man diese Position, damit sich die Augen erholen können. Besonders im Büroalltag sind Trainings- und Entspannungseinheiten für die strapazierten Sehorgane wichtig.

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