Das Weihnachtshaus von Andreas und seiner Familie. Foto: Andreas Krumm
Das Weihnachtshaus von Andreas und seiner Familie. Foto: Andreas Krumm

Weihnachtsbeleuchtung für den guten Zweck

Die Advents- und Weihnachtszeit 2020 ist eine ganz besondere und wird wohl jedem im Gedächtnis bleiben. Weihnachtsmärkte, ausgiebiges Geschenke-Shoppings in der Innenstadt, große Festtagesessen mit Familie und Freunden – das fällt dieses Jahr aus. Doch umso mehr ist jetzt Zeit, sich an den kleinen Dingen zu erfreuen und vielleicht auch noch etwas Gutes dabei zu tun. Andreas aus Schweinfurt begeistert seit Jahren nicht nur die Nachbarschaft mit seiner tollen Weihnachtsbeleuchtung. Der Lichterglanz hat auch tatsächlich schon einiges an Geld für die Aktion „Sternstunden“ eingebracht – und auch 2020 strahlen die bunten Lichter am Haus und im Garten am Bergl 7a wieder.

12.000 LEDs und 40 Lichterketten

Dieses Jahr ist es bereits das sechste Mal, dass Andreas zusammen mit seiner Familie sein Wohnhaus und den Garten weihnachtlich schmückt, dekoriert und beleuchtet. Es wurde klein angefangen und jedes Jahr kam etwas Neues dazu – somit besteht die Weihnachtsdekoration im Moment aus fast 12.000 LEDs, sieben Aufblasfiguren und ca. 40 Lichterketten bzw. Leuchtobjekte. Dafür werden 60 Steckdosen benötigt in 15 Steckerleisten bei ca. 350 Watt.

Bunte Weihnachtslichter mitten in Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Ein geschmücktes Weihnachtshaus. Foto: Andreas Krumm

Bunte Weihnachtslichter mitten in Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Ein beleuchtetes Weihnachtswunderland. Foto: Andreas Krumm

Andreas erzählt, dass die Familie ungefähr 20 bis 30 Stunden an Zeit investiert, um ein kleines Weihnachtswunderland zu kreieren. „Es macht zwar mittlerweile echt Arbeit alles zu dekorieren, aber wenn die Nachbarschaft schon Tage vorher fragt, ab wann es denn leuchtet und dann Kinder mit leuchteten Augen am Gartenzaun stehen ist es jede Minute wert, auch wir erfreuen uns immer noch daran.“

Mehrere Hundert Euro für „Sternstunden“

Und wie kam es nun zur Idee, mit der eigenen Weihnachtsbeleuchtung Spenden für die Aktion „Sternstunden“ zu sammeln? „Im letzten Jahr fragten einige Bekannte, wann und ob sie mal zum Anschauen vorbeikommen können. Da entstand die Idee, einen Termin anzubieten und Glühwein, Punsch und Wiener bereitzuhalten. Da sich die Ausgaben doch summierten und wir aber keinen „Eintritt“ verlangen wollten, kam die Idee einer Spendenbox auf, in die jeder schmeißen sollte, was er denkt, um die Unkosten zu decken und den Rest schließlich zu spenden. Über 70 Personen besuchten uns an diesem Abend und es kamen 600 Euro für den guten Zweck zusammen“, erzählt Andreas.

Für „Sternstunden“ hat sich die Familie entschieden, da hier viele regionale Projekte aber auch weltweit unterstützt wird und auch, dass vor allem Kinder unterstützt werden, hat ihre Entscheidung beeinflusst.

Spenden trotz Corona

Auch dieses Jahr wollte Andreas mit seiner Familie eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen, was aber aufgrund der Corona-Pandemie natürlich nicht möglich ist. Vorbeikommen und Schauen darf natürlich trotzdem jeder. Es gibt auch eine Spendenbox, obwohl sich die Familie zuerst nicht sicher war, ob sie denn wirklich um Spenden bitten könnte, wenn es doch weder Essen noch Getränke geben kann.

Ein beleuchtetes Weihnachtswunderland. Foto: Andreas Krumm

Ein beleuchtetes Weihnachtswunderland. Foto: Andreas Krumm

„Doch dann dachten wir, grade dieses Jahr ist es besonders wichtig, Spenden zu sammeln. So steht jetzt in unserem Flur eine Spendenbox, für alle die klingeln möchten und mit Abstand ein paar Worte wechseln möchten. Außerdem kann man auch in unseren Postkasten eine Spende werfen oder per Paypal überweisen, so sind dieses Jahr auch schon über 200 Euro zusammen gekommen.“ Eine wirklich tolle Idee in dieser doch schwierigen Zeit.

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