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Krippe mit den drei Königen. Foto: Katharina Kraus
Krippe mit den drei Königen. Foto: Katharina Kraus

Wie feiert man den Dreikönigstag trotz Corona?

Der Dreikönigstag ist den meisten Christen ein Begriff. In Bayern, Baden-Württemberg und in Sachsen-Anhalt gilt er als gesetzlicher Feiertag. Aber wisst ihr auch, was genau gefeiert wird? Epiphanias ist einer der ältesten christlichen Festtage. Er wurde bereits im 2. Jahrhundert zelebriert. Anlass ist eine bekannte Erzählung aus der Bibel. Die Heiligen drei Könige – auch Sterndeuter oder Weisen aus dem Morgenland genannt – folgten demnach dem Stern von Bethlehem. Der Stern führte die Drei in den Stall, in dem Jesus geboren wurde. Auch in Schweinfurt feiert man jedes Jahr am 6. Januar. Doch wie funktioniert das dieses Jahr, während der Corona-Pandemie?

So feiert man in Deutschland

Drei kirchliche Segnungen stehen im Mittelpunkt: Die Wasserweihe, die Segnung des Weihrauchs und die Ausräucherung der Häuser. In Süddeutschland war es Brauch, am Vorabend des Dreikönigstages – also die letzte Rauhnacht – Stall und Haus mit Weihrauch auszuräuchern. Sogar heute noch besprengt man Räume mit dem geweihten Wasser. Mit der geweihten Kreide werden dann an die Türen die Buchstaben C+M+B geschrieben.

Die Buchstaben sind aber keine Abkürzung der Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Gemeint ist der lateinische Segensspruch: “Christus Mansionem Benedicat”. Übersetzt heißt dies: “Christus segne dieses Haus”. Am 6. Januar ziehen Sternsinger von Haus zu Haus, singen, beten und erbitten den Segen für das Haus und die Bewohner. Landesweit sammeln sie Spenden für karitative Zwecke. Doch dieses Jahr ist einiges anders. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es den Sternsingern untersagt von Haus zu Haus zu ziehen und ihren Segen zu hinterlassen.

Das ist in Schweinfurt los

Auch wenn in diesem Jahr alles anders ist, sollen die Menschen am 6. Januar ihren Segen bekommen und die Traditionen vom Dreikönigstag aufrechterhalten werden. Vor allem die Spenden für Kinder in Not sollten gerade jetzt nicht vernachlässigt werden. Aus diesem Grund wurde eine bundesweite Aktion mit dem Namen „Heller denn je“ ins Leben gerufen, an der sich auch die Gemeinden der katholischen Stadtpfarrei beteiligen. Da die Sternsinger nicht von Haus zu Haus ziehen können, dürfen sie in den Gottesdiensten an Dreikönig oder den darauffolgenden Tagen singen und am Ende ihren Segen spenden. Der Segen wird mit Nachhause genommen und Spenden kann man auch vor Ort. Der Segen-to go äußert sich in Segensbriefen, in anderen Gemeinden als Segens-Päckchen zum Mitnehmen.

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Gottesdienste 6. Januar, Epiphanias: 

  • 9:30 Uhr: Christkönig – Messfeier
  • 9:30 Uhr: Maria Hilf – Messfeier (Sternsinger)
  • 9:30 Uhr: Deutschof, St. Maximilan Kolbe – Messfeier
  • 9:30 Uhr: St. Peter und Paul – Messfeier
  • 11 & 19 Uhr: Heilig Geist – Messfeier
  • 17:30 Uhr: St. Josef – Messfeier in polnischer Sprache

Online-Sternsingen

Wer in diesem Jahr keinen Gottesdienst besuchen möchte, hat trotzdem die Möglichkeit die Sternsinger Zuhause zu empfangen, virtuell. Auf www.sternsinger.de gibt es einen virtuellen Hausbesuch, bei dem die Kinder ganz traditionell ihre Lieder im Kostüm singen und anschließend den Segen aussprechen. Speziell für Schweinfurt hat außerdem die junge Kirche kross einen Videogruß gedreht, der am 6. Januar online abrufbar ist. Und auch die Spende kann dieses Jahr nicht nur in Kirchen als Kollekte erbracht werden, sondern auch online unter www.sternsinger.de. Dieses Jahr gehen die Spenden an Kinder in der Ukraine und weltweit.

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