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Salat und Gemüse. Foto: Pascal Höfig
Salat und Gemüse. Foto: Pascal Höfig

Im „Food-Outlet“ Lebensmittel retten – eine Idee für Schweinfurt?

Rund 18 Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jährlich im Müll – umgerechnet eine LKW-Ladung pro Minute. Vieles davon ist Obst und Gemüse, das nicht mehr ganz perfekt aussieht oder Lebensmittel, dessen Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist – häufig sind diese Produkte aber noch genießbar. Vermehrt gibt es in Deutschland speziell Supermärkte, die sich gegen diese Art von Lebensmittelverschwendung einsetzen und überschüssige Produkte zu einem günstigen Preis verkaufen. Wäre das auch etwas für Schweinfurt?

Supermarkt für überschüssige Lebensmittel

„Eine Welt, in der alle Menschen genügend zu essen haben und alle produzierten Lebensmittel gegessen werden.“ – so die Vision des Start-ups „Sirplus“. Neben dem großzügigen Onlineshop gibt es bereits sechs Filialen der „Rettermärkte“ in Berlin. Im Sortiment: Verschiedene Nahrungsmittel, aber auch Produkte aus der Drogerie und Haushalt. Das Unternehmen arbeitet mit über 700 Lebensmittelproduzenten und Großhändlern zusammen und verkauft so vollkommen genießbare Produkte, die die Tafeln nicht abholen und sonst in den Müll wandern würden.

Das sind häufig Nahrungsmittel, die nicht der Norm entsprechen oder kurz vor oder nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen – dafür werden sie für gewöhnlich etwas günstiger angeboten.“Für alle Lebensmittel müssen wir zur Einhaltung der Umsatzsteuerkette Geld bezahlen. Dabei zahlen wir bewusst nur einen symbolischen Betrag für die Lebensmittel, um Überproduktion nicht zu fördern und keinen Anreiz zu geben, die Lebensmittel uns statt der Tafel anzubieten“, heißt es auf der Website. Denn das Prinzip des Start-ups lautet dennoch „Tafel first“.

Weitere Konzepte gegen Lebensmittelverschwendung

Auch sonst erfreuen sich nachhaltige Konzepte für den Verbraucher großer Beliebtheit: Mit der App „Too Good To Go“ können beispielsweise auch Restaurants ihre übriggebliebenen Portionen gegen einen vergünstigten Preis anbieten. Hierfür kann jeder in der App eine Art Gutschein erwerben und zum Ende des Tages ihre kleine „Wundertüte“ abholen. Auch in Schweinfurt gibt es bereits teilnehmende Gastronomen.

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„foodsharing“ ist eine deutschlandweite Plattform, auf der sich sowohl Supermärkte mit Kunden, aber auch Privathaushalte untereinander austauschen und überproduziertes bzw. nicht mehr gebrauchtes Essen teilen können. Auch hierfür gibt es eine Ortsgruppe in Schweinfurt.

Wer privat nachhaltiger werden möchte, der wird eventuell mit sogenannten „Unverpackt-Läden“ warm. Hier kann man mit eigenen Gefäßen nicht nur Verpackungsmüll sparen, man kann auch selber festlegen, welche Menge benötigt wird. Anders als in herkömmlichen Supermärkten, wo die Produkte bereits abgepackt und daher die Menge vorherbestimmt ist. Auch in Schweinfurt gibt es bereits „Unverpackt“ Angebote.

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Würdest Du in einem „Supermarkt-Outlet“ einkaufen, wenn es einen in Schweinfurt geben würde? Schreibe uns Deine Meinung per Mail an redaktion@swity.de oder hinterlasse uns einen Kommentar unter unserem Facebook-Posting!

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