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Wasserglas. Symbolfoto: Pascal Höfig
Wasserglas. Symbolfoto: Pascal Höfig

Verunreinigung: Wasser in Teilen des westlichen Landkreises abkochen

Im Bereich des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe (RMG) wurde bei einer Untersuchung eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt. Dieses Ergebnis wurde dem Gesundheitsamt Schweinfurt am Freitag, 26. Februar 2021, mitgeteilt.

Daher gilt ab sofort und bis auf Weiteres für alle Haushalte in folgenden Ortschaften ein Abkochgebot des Trinkwassers:

  • Theilheim
  • Hergolshausen
  • Garstadt
  • Essleben
  • Waigolshausen
  • Ettleben
  • Werneck
  • Zeuzleben
  • Mühlhausen

Zusätzlich wird das Trinkwasser gechlort.

Lautsprecherdurchsagen zur Info

Um die örtliche Bevölkerung schnellstmöglich zu informieren, wird diese am heutigen Freitag um 16 Uhr in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt und der RMG durch Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehren informiert. Auch die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden wurden informiert.

Die Durchsagen der Feuerwehren lauten konkret:

„Achtung, Achtung!

Bei einer Untersuchung wurde eine Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes gilt daher in Absprache mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt ab sofort und bis auf Weiteres ein Abkochgebot für das Trinkwasser.
Das Leitungswasser nicht direkt trinken!

Wasser, das Sie zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen / Getränken oder zum Zähneputzen verwenden, muss vor Gebrauch 1x sprudelnd aufkochen. Lassen Sie das Wasser dann über mindestens 10 Minuten langsam abkühlen. Der Verzehr des abgekochten Wassers ist unbedenklich.

Haustiere und Vieh können mit nichtabgekochtem Leitungswasser getränkt werden.
Das Abkochgebot gilt bis auf Weiteres.“

Chlorung sollte nach und nach eingestellt werden

Bereits im September des vergangenen Jahres wurde im erwähnten Bereich des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe bei einer Routineuntersuchung eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt und es galt ein Abkochgebot. Durch Chlorung nach Maßgabe der Trinkwasserverordnung wurde das Trinkwasser seitdem fortlaufend desinfiziert. Die Chlorgabe wurde in den letzten zwei Wochen reduziert und sollte nun komplett eingestellt werden. Bei einer anschließenden Untersuchung des nunmehr chlorfreien Trinkwassers wurde aber erneut eine mikrobiologische Verunreinigung festgestellt.

Symbolbild Wasserstrahl. Foto: Jessica Hänse

Symbolbild Wasserstrahl. Foto: Jessica Hänse

Coliforme Keime nachgewiesen

Konkret wurden bei der Kontrolle des Trinkwassers in den Hochbehältern in Hergolshausen und im Hochbehälter Eßleben und an der Entnahmestelle Pumpstation Waigolshausen coliforme Keime nachgewiesen. Coliforme Keime sind Bestandteil des sogenannten natürlichen Biofilms, der in jedem Wassernetz zu finden ist. Über die Ursache ist derzeit noch nichts bekannt. Das Abkochgebot des Trinkwassers gilt so lange, bis die RMG und / oder das Gesundheitsamt Entwarnung geben.

Erneute Chlorung des Wassers

Zur Wiederherstellung der gewohnten Trinkwasserqualität wird das Wasser nun erneut mit Chlor desinfiziert. Die Chlorung erfolgt nach strenger Maßgabe der Trinkwasserverordnung. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch gechlortes Wasser bestehen nicht. Die RMG weist jedoch darauf hin, dass mit Chlor desinfiziertes Wasser sich nicht für Aquarien eignet.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Schweinfurt.

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