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Die Insel Lamu in Kenia ist sicherlich ein Besuch wert. Foto: Pascal Höfig
Die Insel Lamu in Kenia ist sicherlich ein Besuch wert. Foto: Pascal Höfig

Lamu: Die autofreie Insel in Kenia

Der Titel ist tatsächlich nicht ganz richtig. Auf der Insel Lamu gibt es zwei Autos: Eines, das dem Gouverneur für offizielle Anlässe gehört, und einen Krankenwagen. Wenn die meisten Menschen an Kenia denken, sind die ersten Dinge, die ihnen in den Sinn kommen, die weltberühmten Safaris, die Läufer und der Mount Kenia. Wahrscheinlich wissen mehr Menschen, dass in Kenia mehr als 68 verschiedene Sprachen gesprochen werden, als dass es eine (fast) autofreie Insel 240 Kilometer von Mombasa entfernt gibt. In der Vergangenheit haben viele Touristen Lamu aus Sicherheitsgründen gemieden. Aber da die Behörden das Risikoniveau auf der Insel derzeit wieder als sehr niedrig einschätzen, gab es noch nie einen besseren Zeitpunkt für einen Besuch, als nach der Corona-Pandemie.

Dennoch haben viele Entwickler dieses versteckte Juwel entdeckt und mehrere Infrastrukturprojekte sind in der Entwicklung. Deshalb sollten Reisende Lamu in seiner früheren Pracht sehen, bevor es zu spät ist!

Lamu war jahrhundertelang die am besten erhaltene Swahili-Siedlung in Ostafrika. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Insel von Asiaten, Persern, Indern, Europäern und Kenianern bewohnt, was der Insel einen einzigartigen Charme und einen Mix der Kulturen verleiht. Alte, verfallene Forts stehen Seite an Seite mit eleganten Dachterrassen und enge, gepflasterte Straßen schlängeln sich an schön geschnitzten Haustüren vorbei. Lächelnde und spielende Schulkinder sind zwischen den Unterrichtsstunden auf den Straßen zu finden.

Eine Mischung aus Geschmacksrichtungen

Der internationale Handel mit Oman, Sansibar, Indien und anderen Ländern brachte Waren und beeinflusste den architektonischen Stil, veränderte aber gleichzeitig auch die Küche von Lamu. So entstand eine einzigartige und anspruchsvolle Mischung aus Afrika und dem Nahen Osten, die nuancierter ist als das strenge, nomadische Regime des afrikanischen Festlandes.
Man kann die verschiedenen Arten von Biryani und Currys, Couscous und Nudeln, Kokosnussreis mit Mango-Chutney und vor allem eine Vielzahl von Meeresfrüchten genießen. Lamu hat eine reiche Palette an Aromen, die durch Zimt, Nelken, Kreuzkümmel und frische Kokosnussmilch verstärkt werden.

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Lamu: die alte Stadt

Die Stadt Lamu ist reich an schönen historischen Gebäuden, sodass ein Besuch dieses Ortes ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung ist. Hier findet man das Museum von Lamu, in dem man etwas über die reiche Geschichte und Architektur der Insel erfahren kann. Unten an der Straße des Museums kann man das Lamu Fort betreten, das zwischen 1810 und 1823 vom Sultan von Paté erbaut wurde. Unter der britischen Kolonialherrschaft diente das Fort als Gefängnis, heute beherbergt es eine Bibliothek. In den letzten fünf Jahren hat Lamu auch ein jährliches Yoga-Festival veranstaltet, das Reisende aus der ganzen Welt anzieht, um vier Tage lang an Kursen, Meditationssitzungen und Workshops am Strand teilzunehmen. Das Festival findet oft Anfang November statt, aber Yoga-Kurse werden das ganze Jahr über täglich im Banana Health and Wellness Centre im Dorf Shela abgehalten.

Shela: malerischer Ort am Rande des Ozeans

Die besten Plätze für einen Strandspaziergang befinden sich ein paar Kilometer südlich der Stadt Lamu, auf der Ostseite der Insel, wo der Kanal in den Ozean mündet, rund um das Dorf Shela. Während des Aufenthaltes in Shela wird man zweifellos durch ein Labyrinth von unbefestigten Straßen in diesem kleinen Dorf navigieren müssen. Shela ist bekannt für sein Labyrinth von Straßen, so breit wie ein Esel, die sich zwischen hohen Steinhäusern, kleinen strohgedeckten Hütten, ein paar Moscheen und einem großen Platz, der von ein paar Marktständen umgeben ist, schlängeln.

Am späten Nachmittag kann man eine Fahrt auf einer Dhow (ein traditionelles arabisches Segelschiff) vom Shela-Strand oder dem Pier der Altstadt von Lamu aus unternehmen, entlang der geschützten Meerenge zwischen der Insel und dem Festland. Die Unterkunft kann diese Ausflüge in der Regel für einen buchen und die alten, traditionellen Segelboote sind oft mit großen Kissen zum Faulenzen und kalten Getränken ausgestattet, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Visum Kenia beantragen

Um sich auf eine Reise nach Lamu vorzubereiten, müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Es ist notwendig, ein Visum für Kenia vor der Abreise zu beantragen. Dieses Visum ist für alle Personen über 15 Jahren erforderlich. Die Kosten belaufen sich auf 74,95 Euro pro Person.

 

 

Das Visum muss seit 2021 online – mit dem digitalen Antragsformular – beantragt werden. Im Durchschnitt erhält man das Visum acht Arbeitstage nach Einreichung des Antrags per E-Mail. Obwohl im Moment wegen des Coronavirus noch von einer Reise nach Kenia abgeraten wird, kann man bereits eine Reise nach Lamu vorbereiten.

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