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Damit man während der aktuellen Coronapandemie sorgenfrei mit der Bahn reisen kann, sollten ein paar Dinge beachtet werden. Foto: Pascal Höfig
Damit man während der aktuellen Coronapandemie sorgenfrei mit der Bahn reisen kann, sollten ein paar Dinge beachtet werden. Foto: Pascal Höfig

Mit der Bahn in den Urlaub: Was während Corona zu beachten ist

Die Coronapandemie hat das Reiseverhalten der Deutschen verändert. Ein- und Ausreisebeschränkungen erschweren den internationalen Reiseverkehr. Trotz Reisewarnungen sehnen sich viele Menschen nach Urlaub. Allzu weit weg zieht es in der Krise die wenigsten. Auf dem Plan steht eher Urlaub im In- oder nahen Ausland. Statt Flugreisen bieten sich dazu Zugreisen an. Angst vor erhöhten Infektionsrisiken muss laut DB-Fernverkehr-Chef Peterson niemand haben. Wie er gegenüber der Zeitung “Die Zeit” betont, ist bisher kein einziger Übertragungsfall im Rahmen des Fernzugverkehrs bekannt. Was gibt es zu Reisen mit der Bahn in der Pandemie sonst noch zu wissen?

Vorab-Reservierung empfehlenswert

In der Krise fahren Züge mit eingeschränkter Kapazität. Während des Lockdowns stehen ungefähr 85 Prozent des üblichen Sitzangebots zur Verfügung. In Fernzügen sind zur Einhaltung der Abstandsregeln nur etwa 60 Prozent aller Plätze reservierbar. Schulter an Schulter sitzt man nicht mehr. Der Sitz am Gang muss auf Zweier-Plätzen frei bleiben. Analog dazu finden auf Vierer-Plätzen je zwei Passagiere schräg gegenüber voneinander Platz. Ob man nun mit dem Zug das heimische Franken entdecken oder ans andere Ende Deutschlands fahren möchte: Aufgrund dieser Limitierungen sollten sich Reisende vorab um die Buchung ihrer Tickets kümmern. Ganz besonders wichtig ist die Buchung für grenzüberschreitende Reisevorhaben. Denn der Bahnverkehr in Nachbarländer wie Polen ist seit der Krise extrem reduziert. Plätze, die wegen der Pandemie frei bleiben müssen, werden bei der Online-Ticketvergabe übrigens blockiert. Nicht nur pandemiebedingt sind frühe Platz-Reservierungen empfehlenswert. Auf Early Birds warten oft Spar-Preise. Schon 180 Tage vor dem geplanten Trip gibt es günstige Tickets zu kaufen.

Tipp zur Buchung: Mittlerweile bietet die Deutsche Bahn eine sogenannte Auslastungsauskunft an. So können Passagiere vorab prüfen, wie voll einzelne Züge voraussichtlich sein werden. Gerade in der Pandemie eine hilfreiche Option, um Gedränge zu vermeiden.

Corona-Kulanz mittlerweile abgelaufen

Statistiken zufolge sind Fernzüge seit der Krise nur etwa zu zehn Prozent ausgelastet. Tausende Tickets für Fernzüge wurden im vergangenen Jahr storniert. Für alle bis zum 13. März 2020 gekauften Fahrkarten wurden flexible Nutzungsmöglichkeiten eingeführt. Diese Corona-Sonderkulanz hat etwa fünf Millionen flexible Fahrten ermöglicht. Mittlerweile ist die Kulanzfrist vorbei. Seit erstem November des vergangenen Jahres gelten wieder die Tarifkonditionen der jeweils gebuchten Angebote. Zum Ärger vieler Verbraucher, denn zu Zeiten einer Pandemie ist selten etwas sicher – schon gar nicht, was Reisepläne betrifft. Wer trotz abgelaufener Corona-Kulanz weiterhin flexibel bleiben möchte, muss stornierbare Angebote buchen. Neben Flex-Preisen sind beispielsweise Spar-Preise stornierbar. Tickets mit Super-Sparpreisen hingegen sind von Umtausch und Stornierung ausgeschlossen.

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Proviant selber mitbringen

Abhängig von der Länge geplanter Zugreisen drohen auf dem Weg in den Urlaub Hunger und Durst. Bis zur Krise war man auf Fernzugfahrten bestens versorgt. Im Board-Bistro gab es ausreichend Getränke und Snacks. Wegen der Pandemie gelten jetzt strengere Hygiene-Auflagen im Zug. Board-Bistros bleiben geschlossen. Deshalb müssen sich Passagiere selbst versorgen. Zum Essen oder Trinken mitgebrachter Lebensmittel darf man auch die für die Reisedauer vorgeschriebene FFP2-Maske abnehmen. Die Bahn fordert allerdings dazu auf, den Nahrungskonsum auf ein Minimum zu begrenzen.

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