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Maskenpflicht in Läden der Innenstadt Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger
Maskenpflicht in Läden der Innenstadt Schweinfurt. Foto: Dirk Flieger

Öffnungen als Test: Soll Schweinfurt zur Modellstadt werden?

Ein kleiner Schritt zu mehr Normalität? Ein Modellprojekt der Bayerischen Regierung soll einen Alltag mit Corona erproben: Zwei Wochen lang soll ein umfassendes Test- und Hygienekonzept die Öffnung von Restaurants, Kino und weiteren Freizeiteinrichtungen ermöglichen – zunächst als Test, um Erkenntnisse für eine zukünftige Strategie zur Pandemiebekämpfung zu gewinnen. Auch Schweinfurt bewirbt sich hierfür als Modellstadt.

Öffentliches Leben ermöglichen

Die Geduld der Bevölkerung ist derzeit stark ausgereizt, denn eine Perspektive für ein Ende des Lockdowns bzw. für die Zeit danach, gibt es noch nicht wirklich: Mit einem geplanten Projekt will die Bayerische Regierung genau das ändern. Wie ein Bericht der Kabinettssitzung vom 23. März verrät, sollen in ausgewählten Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100 einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zwei Wochen lang öffnen – strenge Schutzmaßnahmen und ein Testkonzept inklusive. Damit soll vor allem die Umsetzbarkeit vereinzelter Hygieneauflagen im alltäglichen Leben geprüft werden.

Nach Tübinger Modell

Das hat man bereits in Baden-Württemberg getestet: Kino, Shoppen, Essen gehen – all das ist für eine Woche in Tübingen möglich. Wie aus verschiedenen Medienberichten hervorgeht, sei nur ein negatives Testergebnis notwendig, um ein „Tübinger Tagesticket“ zu erhalten. Hierzu hat man in der Stadt um die acht Teststationen errichtet, um flächendeckend Schnelltests zu ermöglichen. Das Konzept wurde von den Bürgern gut angenommen: Laut Medienberichten wurden an einer Station zwischen 600 und 800 Tests pro Tag durchgeführt – der Großteil sei negativ gewesen. Auch die Inzidenz sei in der Modellstadt nicht gleich wieder gestiegen, heißt es weiter.

Eine Stadt in Unterfranken

Auch Schweinfurt bewirbt sich für das Projekt in Bayern, wie der BR berichtet. Im Stadtrat habe man diesen Schritt bereits am Dienstag, 23. März, beschlossen. Grund hierfür sei auch die aktuelle Stimmung in der Schweinfurter Bevölkerung, so gebe es immer weniger Verständnis für den Lockdown und die daraus resultierenden Maßnahmen der Regierung.

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Ursprünglich sollten drei Städte in Bayern den Versuch starten. In der letzten Regierungserklärung ist nun aber von mehr Modellen die Rede: Für das Projekt solle nun pro Regierungsbezirk eine Stadt herausgegriffen werden, in Oberbayern sogar zwei, so der BR. In Unterfranken gibt es neben Schweinfurt noch weitere Bewerbungen: Laut BR sind auch Würzburg, Aschaffenburg und Bad Kissingen an einem Test interessiert – wer letzten Endes das Rennen machen wird, steht aber noch nicht fest. Losgehen soll es aber schon nach Ostern.

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