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Schweinfurterin Selina Müller alias sel.muee. Foto: Selina Müller
Schweinfurterin Selina Müller alias sel.muee. Foto: Selina Müller

Schweinfurterin Selina: Durch Pandemie zur Micro-Influencerin

Die 24-jährige Selina nutzte die Lockdown-Zeit in dem sie sich ihrer Leidenschaft „Social Media“ intensiver widmete. Durch regelmäßige Postings kann sie mittlerweile knapp 12.000 Menschen als Follower auf ihrem Instagram-Profil zählen. Aber wie geht man mit der neu gewonnen Reichweite um? Und könnte sich daraus etwas Berufliches entwickeln?

Heimatverbunden

Schweinfurt City (SwC): Hallo Selina, stell Dich den Lesern doch einmal kurz vor: Wer bist Du? Woher kommst Du? 

Selina: Hallo, ich heiße Selina und bin 24 Jahre alt. Ich bin in Würzburg geboren, lebe allerdings beruflich bedingt mittlerweile in Schweinfurt.

Vielfältige berufliche Erfüllung

SwC: Du bist nebenberuflich Make-up Artist und hast dadurch schon einiges erlebt. Unter anderem hast Du für Switzerlands Next Topmodel oder „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ geschminkt. Was war für Dich Dein größter Erfolg, Dein schönstes Erlebnis?

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Selina: Ja, das stimmt, ich war bei einigen großen Jobs. Allerdings empfinde ich das nicht als meinen größten Erfolg beziehungsweise würde ich das grundsätzlich nicht als Erfolg sehen, denn die großen Jobs waren wirklich super undankbar. Die kleinen Jobs sind die, die wirklich Spaß machen. Die ganze Crew kennt sich untereinander und wird geschätzt, vor allem die Arbeit, die man leistet.

SwC: Arbeitest Du nur freiberuflich?

Selina: Unter anderem. Momentan arbeite ich als Make-up Artist nur noch nebenberuflich für Projekte, die ich mag, interessant finde und bei denen ich meine eigenen Ideen einbringen kann. Hauptberuflich arbeite ich bei einem Schönheitschirurgen in der Region.

SwC: Wie kam es zu der neuen Berufswahl?

Selina: Nach der Ausbildung zum Hair- and Make-up Artist habe ich mir viele Gedanken gemacht – wo ich hin will, was ich machen will. Wir hatten einige Dozenten, die keine Familie hatten, weil Sie nur unterwegs sind und schlichtweg die Zeit fehlt, eine eigene Familie gründen zu können. Deshalb kam das für mich nicht infrage! Außerdem wollte ich auch wieder zurück in die Heimat, jedoch trotzdem einen Beruf ausüben, der mit Schönheit zu tun hat. Und so kam es dann dazu, dass ich mich Initiativ bei einem Schönheitschirurgen in der Region beworben habe, wo für mich wirklich alles gepasst hat. Das war wirklich die beste Entscheidung für mich!

Neu im Influencer Kosmos: Ziele, Privatsphäre und Kooperationen

SwC: Abgesehen von Deinem Job als Make-up Artist führst Du einen erfolgreichen Instagram-Account mit knapp 12.000 Followern. Per Definition bist Du damit eine Micro-Influencerin. Würdest Du Dich selbst als solche bezeichnen?

Selina: Das ist richtig und das hat sich tatsächlich im Lockdown so entwickelt. Ich hatte Zeit und habe einfach mal angefangen regelmäßig zu posten und habe echt sehr viel positive Resonanz bekommen, was mich wiederum dazu motiviert hat weiterzumachen. Und nein, ich würde mich nicht so bezeichnen, obwohl es wahrscheinlich tatsächlich die Bezeichnung dafür ist, was ich tagtäglich auf Instagram mache.

Aber bitte nicht falsch verstehen, ich finde den Begriff überhaupt nicht verkehrt. Aber vielleicht verstehe ich noch nicht, wie viele Leute ich wirklich erreiche und wie viele mich auch regelmäßig auf Instagram verfolgen. Das ist bei mir noch nicht so angekommen.

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SwC: Was bedeutet Instagram für Dich? Verfolgst Du ein bestimmtes Ziel mit Deinem Account?

Selina: Ich möchte Menschen einen Mehrwert bieten, indem ich ehrlich bin und nicht nur die wunderbaren Seiten teile. Ich will den Menschen, die mir folgen, einfach ein gutes Gefühl geben. Ich freue mich sehr, wenn ich wachse und auch wenn ich liebe Nachrichten bekomme, aber ich lebe von Tag zu Tag und schaue, was sich daraus entwickeln kann oder wird.

Instagram bedeutet für mich, dass ich meine Leidenschaft für die Fotografie und Social Media vereinen kann und dass ich dadurch auch andere Menschen inspiriere.

 

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SwC: Was teilst Du auf Deinem Profil mit Deinen Followern? Gibt es Themen, die für Dich zu privat sind?

Selina: Ich teile immer das, nach dem mir gerade ist und was für mich wichtig ist. Es gibt momentan noch keine richtige Sparte, in die man meinen Content stecken kann, aber ich will mich noch mehr festlegen, was meinen Content betrifft. Wichtig ist mir, dass ich mich in der Story so zeige, wie ich bin, oft ungeschminkt mit Pickeln und ohne Filter.

Und ja, meinen Freund sieht man ziemlich selten auf meinem Instagram Konto. Ich weiß nicht, ob es gut für eine Beziehung ist, diese zu sehr in Social Media reinzuziehen. Deshalb teile ich das nur ab und zu.

SwC: Ein paar Werbe-Kooperationen hast Du bereits auf Deinem Profil veröffentlicht. Was ist Dir dabei wichtig?

Selina: Mir ist wichtig, dass ich selbst hinter den Dingen stehe, die ich zeige und sie auch selbst kaufen würde. Sodass ich sie mit gutem Gewissen vorstellen kann.

Eine Zukunft als Influencerin?

SwC: Wie sieht es in der Zukunft aus: Könntest Du Dir vorstellen, hauptberuflich Influencerin zu sein und Deinen Hauptberuf aufzugeben?

Selina: Nein, momentan kann ich mir das nicht vorstellen. Ich bin sehr glücklich mit meiner Arbeitsstelle, aber man weiß nie was kommt.

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