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Symbolbild Coronavirus. Foto: Jessica Hänse
Symbolbild Coronavirus. Foto: Jessica Hänse

Inzidenzwert unter 100: Neue Regelungen für den Landkreis Schweinfurt

Die Inzidenzgrenze von 100 ist im Landkreis Schweinfurt fünf Tage in Folge unterschritten worden, so berichtet das Landratsamt. Daher erfolgt ab Sonntag, 30. Mai 2021, die Einstufung in den Inzidenzbereich zwischen 50 und 100. Für den Landkreis Schweinfurt kommt es deswegen zu einigen Lockerungen von inzidenzabhängigen Regelungen.

Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperre

Die nächtliche Ausgangssperre im Landkreis Schweinfurt entfällt. Private Zusammenkünfte sind nun mit dem eigenen Hausstand sowie mit den Angehörigen eines weiteren Hausstands erlaubt, solange dabei die Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird. Die Kontaktbeschränkungen gelten nicht für vollständig geimpfte und genesene Personen. Diese müssen jedoch weiterhin die Abstands- und Maskenpflicht einhalten. Ebenso werden dem Hausstand zugehörige Kinder unter 14 Jahren nicht mit eingerechnet.

Öffnung der Außengastronomie

Die Öffnung der Außengastronomie ist zwischen 5 und 22 Uhr für Besucherinnen und Besucher mit vorheriger Terminbuchung samt Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung wieder möglich. Personen aus mehreren Hausständen dürfen, unter Berücksichtigung der geltenden Kontaktbeschränkungen, nur gemeinsam an einem Tisch sitzen, wenn sie über einen negativen Corona-Test verfügen. (max. 24 Stunden alt, POC-Antigentest, vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest oder PCR-T est). Die darüberhinausgehende Abgabe und Lieferung von Speisen und Getränken ist weiterhin möglich.

Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis

Für die Schulen im Landkreis Schweinfurt bedeutet die beschriebene Unterschreitung des Schwellenwerts von 100 – sofern dies auch nach den Pfingstferien weiterhin der Fall ist – dass an allen Schulen Präsenzunterricht stattfindet, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, ansonsten Wechselunterricht.

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Die konkrete Entscheidung, ob Präsenz- oder Wechselunterricht stattfindet, obliegt der jeweiligen Einrichtung.

Voraussetzungen

Am Präsenzunterricht und an Präsenzphasen des Wechselunterrichts sowie an der Notbetreuung und Mittagsbetreuung dürfen nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen, wenn sie sich zweimal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Es zählt entweder in der Schule unter Aufsicht ein Selbsttest mit negativem Ergebnis oder ein aktueller, negativer Corona-Test in Form eines PCR- oder POC-Antigenschnelltests, der durch medizinisch geschultes Personal durchgeführt wird (max. 48 Stunden alt). Solche Tests können zum Beispiel in den lokalen Testzentren, bei Ärzten oder bei anderen geeigneten Stellen durchgeführt werden. Ein zu Hause durchgeführter Selbsttest reicht hier nicht aus. Diese Testpflichten gelten grundsätzlich auch für Lehrkräfte und das weitere Schulverwaltungspersonal.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder können nur öffnen, sofern die Betreuung in festen Gruppen erfolgt (eingeschränkter Regelbetrieb).

Was gilt für die Ausübung von Sport?

Kontaktfreier Sport ist unter Beachtung der ab Sonntag, 30. Mai 2021, gültigen Kontaktbeschränkungen erlaubt. Zusätzlich ist kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt. Ein negativer Corona-Test der Betreuer/in bzw. Trainer/in ist nicht mehr erforderlich.

Der Betrieb von Fitnessstudios unter freiem Himmel ist erlaubt unter Einhaltung des bekannten Rahmenhygiene-Konzepts. Außerdem ist kontaktfreier Sport in Fitnessstudios nach vorheriger Terminbuchung und mit negativem Corona-Test (wie oben beschrieben) möglich. Für die Zahl der gleichzeitig im Innenbereich anwesenden Personen gilt das zu Innenbereichen von Sportstätten Gesagte. Für Sportangebote von Fitnessstudios unter freiem Himmel gilt, dass kontaktfreier Sport sowie Kontaktsport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 25 Personen unter der Voraussetzung eines negativen Corona-Tests (wie oben beschrieben) zulässig ist.

Kontaktfreier Sport im Innenbereich (inkl. der Öffnung von Innenbereichen von Sportstätten) sowie Kontaktsport unter freiem Himmel ist wieder möglich, unter der Voraussetzung, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen negativen Corona-Test verfügen (max. 24 Stunden alt, POC-Antigentest, vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest oder PCR-Test).

Zudem ist kontaktfreier Sport sowie Kontaktsport unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 25 Personen erlaubkt, sofern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen negativen Corona-Test (wie oben beschrieben) vorlegen können.

Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel sind bis zu 250 Zuschauer innen und Zuschauer mit festen Sitzplätzen möglich. Auch hier ist Voraussetzung, dass diese über einen entsprechenden negativen Corona-Test verfügen.

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Einzelhandel: „Click & Meet“ ohne Corona-Test

Lockerungen ergeben sich nun für den inzidenzabhängigen Einzelhandel (z. B. Bekleidungs- und Schuhgeschäfte oder Baumärkte): Der Eintritt für Kundinnen und Kunden ist zwar weiterhin nur nach Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln zulässig („Click & Meet“), aber für Kunden ist der Nachweis eines negativen Corona-Tests nicht mehr notwendig.

In den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Wartebereichen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen gilt für das Personal Maskenpflicht und für die Kunden und ihre Begleitpersonen FFP-2-Maskenpflicht; soweit in Kassen- oder Thekenbereichen von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.

Körpernahe Dienstleistungen: Was ist erlaubt?

Körpernahe Dienstleistungen, dazu zählen zum Beispiel Massagepraxen, Tätowier- und Piercingstudios und ähnliche Betriebe, sind nach vorheriger Terminvereinbarung unter Einhaltung des Mindestabstands, einer begrenzten Kundenanzahl sowie der FFP-2-Maskenpflicht – soweit es die Art der Leistung zulässt – wieder geöffnet. Ebenso muss ein Rahmenhygiene-Konzept erarbeitet sein.

Für den Friseur- oder Fußpflege-Termin ist kein Corona-Test mehr notwendig. Bei Friseuren und in der Fußpflege entfällt die FFP-2-Maskenpflicht für das Personal, medizinische Gesichtsmasken sind im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen aber weiterhin durch das Personal zu tragen. Kunden müssen auch weiterhin eine FFP-2-Maske tragen.

Bildung, Kultur und Freizeit

Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Angebote der Erwachsenenbildung und vergleichbare Angebote anderer Träger sowie sonstige außerschulische Bildungsangebot sind neben Erste-Hilfe-Kursen und der Ausbildung von Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerkes in Präsenzform wieder zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen, sowie bei Präsenzveranstaltungen am Platz. Wenn die Einhaltung des Mindestabstandes aufgrund der Art einer Prüfung nicht möglich ist, sind gleichermaßen wirksame, anderweitige Schutzmaßnahmen zu treffen.

Instrumental- und Gesangsunterricht als Einzelunterricht im Rahmen des § 20 Absatz 4 der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung darf in Präsenzform unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelung wieder stattfinden.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Objekte der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und vergleichbare Kulturstätten sowie zoologische und botanische Gärten können nach vorheriger Terminvereinbarung unter folgenden Voraussetzungen öffnen:

  • begrenzte Besucherzahl unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m
  • FFP2-Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher
  • der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen
  • der Betreiber hat die Kontaktdaten der Kunden zu erheben

Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen wieder, unter der Voraussetzung, dass Besucherinnen und Besucher vor Eintritt einen negativen Corona-Test vorlegen (max. 24 Stunden alt, POC-Antigentest, vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest oder PCR-Test).

Zudem wird die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen unter freiem Himmel mit festen Sitzplätzen für bis zu 250 Besucherinnen und Besucher mit einem negativen Corona- Testnachweis (wie oben beschrieben) zugelassen.

Der Betrieb von Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristischer Bahnverkehr, touristischer Reisebusverkehr sowie Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen im Freien sowie die Öffnung von Außenbereichen von medizinischen Thermen ist wieder möglich, sofern Kundinnen und Kunden über einen negativen Corona-Test verfügen (wie oben beschrieben).

Musikalische oder kulturelle Proben von Laien- und Amateurensembles, bei denen mehrere Personen erforderlich sind, sind unter der Voraussetzung eines negativen T ests (wie oben beschrieben) für T eilnehmende und mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung wieder möglich.

Freibäder mit Standort im Landkreis Schweinfurt sind für Besucherinnen und Besucher mit einem entsprechenden negativen Corona-Test (max. 24 Stunden alt, POC-Antigentest, vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest oder PCR-T est) und nach vorheriger T erminbuchung wieder geöffnet.

Touristische Übernachtungsangebote wieder möglich

Übernachtungsangebote von gewerblichen oder entgeltlichen Unterkünften, insb . Hotels, Beherbergungsbetrieben, Jugendherbergen und Campingplätzen, auch zu touristischen Zwecken, sind wieder zulässig. Zulässig sind in diesem Rahmen gastronomische Angebote, auch in geschlossenen Räumen, sowie Kur-, Therapie- und Wellnessangebote gegenüber Übernachtungsgästen. Wichtige Voraussetzung ist hier, dass die Übernachtungsgäste bei der Anreise sowie jede weiteren 48 Stunden über einen negativen Corona-Test (max. 24 Stunden alt, POC-Antigentest, vor Ort unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest oder PCR-Test) verfügen.

Testpflicht für Beschäftige vollstationärer Pflegeeinrichtungen entfällt

Aufgrund des Unterschreitens des Inzidenz-Schwellenwertes von 100 an fünf aufeinander folgenden Tagen im Landkreis Schweinfurt, entfällt ab Sonntag, 30. Mai 2021, die bisher geltende Testpflicht für Beschäftigte in vollstationären Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Altenheimen und Seniorenresidenzen.
Für den Besuch von Bewohner/innen dieser Einrichtungen ist die Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses weiterhin erforderlich. Die dem Testergebnis zugrundeliegende Testung (PCR- oder Schnelltest) darf dabei höchstens 48 Stunden vor dem Besuch vorgenommen worden sein. Alternativ berechtigt ein in der Einrichtung unter Aufsicht vorgenommener Selbsttest (mit Zulassung) zum Heimbesuch.

Sofern der Inzidenzwert von 100 drei Tage in Folge wieder überschritten wird, oder an fünf Tagen in Folge unter dem Wert von 50 liegt, erfolgt eine neue Bekanntmachung durch das Landratsamt Schweinfurt.

Die übrigen Bestimmungen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und Allgemeinverfügungen des Landratsamtes Schweinfurt bleiben unberührt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Landratsamt Schweinfurt.
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