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Frank Hart, Leiter des Hochbauamts, und Landrat Florian Töpper auf dem neuen Zabelsteinturm. Foto: Andreas Lösch/Landratsamt Schweinfurt
Frank Hart, Leiter des Hochbauamts, und Landrat Florian Töpper auf dem neuen Zabelsteinturm. Foto: Andreas Lösch/Landratsamt Schweinfurt

Der Zabelsteinturm kann wieder besucht werden

Der neu errichtete Aussichtsturm auf dem Zabelstein ist in seiner Holz-Stahl-Bauweise und mit seiner eindrucksvollen Höhe von fast 20 Metern ein echter Hingucker. Nur: Mehr als „hingucken“ war bislang leider nicht drin für die vielen Wanderinnen und Wanderer, die es in den zurückliegenden Monaten auf den Zabelstein verschlagen hat. Aufsteigen und den Blick über das Steigerwaldvorland und das Schweinfurter Becken und bei guter Sicht bis in die Rhön schweifen lassen? War leider nicht möglich. Denn der neue Aussichtsturm konnte pandemiebedingt seit seiner Fertigstellung im Dezember 2020 nicht für den Publikumsverkehr freigegeben werden.

Neubau frei für Besucher

Nun hat das Warten ein Ende. Aufgrund der anhaltend niedrigen Inzidenzwerte im Landkreis Schweinfurt sieht sich der Landkreis Schweinfurt als Betreiber des Zabelsteinturms in der Lage, den Neubau für den Publikumsverkehr zu öffnen. „Es freut mich sehr, dass wir den neuen Zabelsteinturm nun endlich freigeben können. Der Steigerwald als touristisches Ausflugsziel und Naherholungsgebiet für die Bürgerinnen und Bürger aus der Region wird von der fast 20 Meter hohen Aussichtsplattform im Panoramablick erschließbar“, sagte Landrat Töpper. „Das ist ein wunderbarer Ausblick in unsere schöne Heimatregion, ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage, dass sich der Aufstieg auf jeden Fall lohnt.“

Eigenes Hygienekonzept erstellt

Die Nutzung der Metalltreppe und der Aussichtsplattform ist coronabedingt an Bedingungen geknüpft, die seitens der Nutzerinnen und Nutzer des Turms unbedingt beachtet werden müssen, um das Infektionsrisiko während des Aufenthalts auf dem Turm zu minimieren.

Das Hygienekonzept zur Nutzung des Zabelsteinturms:

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  • Beim Betreten und Verlassen des Turms ist ein Mindestabstand von 1,5 m nicht gegeben. Aus diesem Grund ist für alle Personen ab dem 16. Geburtstag auf dem gesamten Turm eine FFP2-Maske zu tragen. Personen zwischen dem sechsten und 16. Geburtstag müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Die maximal zulässige Besucherzahl zur gleichen Zeit beträgt sechs Personen. Diese halten sich jeweils mit ausreichendem Abstand zu haushaltsfremden Personen auf der Turmplattform auf.
  • Vor dem Betreten des Turms ist auf Sicht zu prüfen, ob die maximale Besucherzahl bereits erreicht ist. Ist das der Fall, muss abgewartet werden, bis wieder freie Kapazitäten vorhanden sind.
  • Das Unterschreiten des Mindestabstands von 1,5 m auf der Treppe ist durch Tragen einer Maske möglich.
  • Auf dem Turm ist der Konsum von Alkohol untersagt.
  • Gruppenbildung vor und auf dem Turm ist durch Einhalten des Mindestabstands von 1,5 m zu vermeiden.

Die Besucher werden vor Betreten des Turms mit Hilfe von Hinweisschildern an die geltenden Verhaltensregeln erinnert.

Der neue Zabelsteinturm

Den Grundriss des neuen Aussichtsturms mit einer Gesamthöhe von etwa 19,50 Metern bildet ein regelmäßiges Sechseck mit einer Seitenlänge von etwa zwei Metern. Die Außenstützen auf den sechs Eckpunkten sind in Brettschichtholz ausgeführt, was die gebogene Form ermöglicht. Für die horizontalen Querträger zwischen den Stützen sowie die Aussteifungsdiagonalen wurden schlanke Stahlquerschnitte verwendet. Zudem wurde für die hochbelastete Treppenanlage korrosionsgeschützter Stahl genutzt. Ab einer Höhe von 11,25 Metern sind die Holzstützen nach außen gebogen, sodass sich das Sechseck bis auf eine Seitenlänge von etwa vier Metern aufweitet. Dadurch entsteht die notwendige Fläche für die Aussichtsplattform.

Die Visualisierung zeigt, wie der neue Turm aussehen wird. Foto: Architekt Johannes-Ulrich Blecke

Die Visualisierung zeigt, wie der neue Turm aussehen wird. Foto: Architekt Johannes-Ulrich Blecke

Zum Jahreswechsel 2017/2018 wurde der Vorgängerturm aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt. Eine Überprüfung der Statik durch externe Fachleute hatte gezeigt, dass der Turm erhebliche Mängel aufwies. Weitere Untersuchungen zeigten, dass bei einer Sanierung Kosten und Nutzen in keinem vertretbaren Verhältnis gestanden hätten. Aus diesem Grund fiel die Entscheidung auf den Neubau des Turms.

2019 Rückbau des alten Turms

2019 wurde der Vorgängerturm von rund 30 ehrenamtlichen Mitgliedern des THW Gerolzhofen Stück für Stück zurückgebaut. Anfang 2020 wurden die bauausführenden Arbeiten für den neuen Turm ausgeschrieben und beauftragt. Unmittelbar nach der Beauftragung folgte die endgültige Planung und Vorfertigung des Turms bei den Firmen. In der zweiten Jahreshälfte 2020 erfolgte schließlich die Montage des Turms vor Ort.

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