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Mit Hilfe von Tieren die Trauer überwinden. Fotos: Melanie Pfister-Schott
Mit Hilfe von Tieren die Trauer überwinden. Fotos: Melanie Pfister-Schott

Hilfe in schweren Zeiten: Trauergruppe für Kinder und Jugendliche

Der Tod ist nach wie vor oft ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Wie soll man mit jemandem umgehen, der einen geliebten Menschen verloren hat? Wie soll man den Kindern erklären, dass Oma gestorben ist? Und wie kann die Trauer verarbeitet werden? Darüber haben sich auch Sabine und Melanie, beides Mütter, Gedanken gemacht und den Entschluss gefasst, in Werneck eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche ins Leben zu rufen.

Durch lange Erfahrung zur neuen Idee

Nach langjähriger Erfahrung mit Hospiz- und Trauerbegleitungen sowie tiergestützten Trauergruppen bei den Maltesern, entstand irgendwann der Wunsch neue Wege zu gehen. „Melanie und ich haben ein freies Konzept erarbeitet, mit dem wir Kindern und Jugendlichen in den schweren Zeiten der Trauer hilfreich zur Seite stehen wollen“, erzählt Sabine.

4-Säulen-Konzept

Das Konzept steht auf vier Säulen:

1. Die Gruppe an sich und ihre oft sehr verschiedenen Umgangsarten mit Trauer.

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Jedes Kind trauert auf seine Weise und hat seine eigene Vorstellung von Tod und was evtl. danach kommt. Durch Gespräche soll versucht werden, sich den Themen Tod und Sterben anzunähern. Sich in einem geschützten Rahmen schwere belastende Dinge von der Seele zu reden, sind ebenso wichtig wie wieder Freude und Spaß mit anderen Kindern zu erleben, die oft ein ähnliches Schicksal verbindet. Es ist ein großes Anliegen, den Kindern mindestens soviel fröhliches wie auch trauriges in der Gruppe erlebbar zu machen, Ressourcen zu finden und auszubauen, sodass sie wieder gestärkt zurück in ihren Alltag kommen können.

2. Liebevolle therapeutische Interventionen

Das Ganze soll in Form von Geschichten, kreativen Angeboten, Körpererfahrungen (durch Klang oder Entspannung), einzelnen Elementen der Hypno- und Traumatherapie, Gesprächen oder Phantasiereisen geschehen.

Mit den Kindern und Jugendlichen wird viel Zeit in der Natur verbracht. Foto: Melanie Pfister-Schott

Mit den Kindern und Jugendlichen wird viel Zeit in der Natur verbracht. Foto: Melanie Pfister-Schott

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Mit den Kindern und Jugendlichen wird viel Zeit in der Natur verbracht. Foto: Melanie Pfister-Schott

3. Begleitung durch Tiere.

Der Gruppe stehen Hunde, Katzen, Schafe, Hasen, Hühner und Schildkröten zur Verfügung. Die Begegnung mit Tieren, in Verbindung mit der Natur bringt die Kinder ins Hier und Jetzt, erdet und stärkt das Urvertrauen.

4. Umgang und Erfahrung mit der Natur und ihrer Vergänglichkeit.

Altes Kräuter- und Pflanzenwissen, Erfahrungen mit Räucherungen oder geheimes (magisches) Wissen über Pflanzen machen Kinder neugierig und so werden ihre Sinne wieder weit für die Kraft und Schönheit der Natur und den Sinn des Lebens. Wer z.B. einmal erlebt hat, dass Lavendel eine beruhigende Wirkung haben kann, der wird sich vielleicht an diese Erfahrung in schwierigen Situationen erinnern.

Kleine Gruppe wichtig

Die Gruppe wurde komplett neu gegründet. Geplant ist eine offene Gruppe, mit nicht mehr als sechs bis acht Kindern, um jedem einzelnen Kind gerecht zu werden und zu sehen und zu spüren, was die Kinder für den Moment brauchen. „Da wir immer mindestens zu zweit mit den Kindern arbeiten, sind auch jederzeit Einzelkontakte oder Einzelgespräche möglich. Auch der Kontakt zu den Eltern kann bei Bedarf gerne hergestellt werden, um auch hier zu unterstützen oder zu begleiten“, erklärt Sabine.

Jedes trauernde Kind willkommen

In die Gruppe kann jedes Kind kommen, das mit Trauer um einen nahestehenden Menschen betroffen ist. Geplant ist, die Gruppe einmal pro Monat (jeweils Samstag von 10 bis 13 Uhr) stattfinden zu lassen. Es ist aber auch denkbar mehrere Gruppen im Monat anzubieten.

Um was geht es in der Gruppe?

In der Gruppe geht es dann natürlich um den Austausch rund um das Thema Tod. Dabei wird sich an der Gruppe orientiert. Welche Fragen haben die Kinder dazu, was interessiert sie oder wo sind noch persönlich belastende Dinge zurückgeblieben, über die in der Gruppe oder im Einzelgespräch gesprochen werden kann. Außerdem soll der tröstende Aspekt von Tieren erlebt werden, Bilder oder Botschaften an den Verstorbenen geschickt werden, sich mit der Natur beschäftigt werden. Auch wird es gemeinsames Musizieren und Singen geben, Spiele, Spaziergänge, Tierpflege, Sport und Bewegung, Basteln, Malen und einfach kreativ sein.

„Zu den Trauergruppen planen wir aktuell noch Situationsorientierte Gruppen für Kinder und Jugendliche zum Thema ‚Abenteuer-Kindheit‘ / ‚Abenteuer-Pubertät‘- Seelische Herausforderungen in dieser Zeit gut meistern“, ergänzt Sabine außerdem. Stattfinden wird das Ganze ab den Sommerferien, Termine können bei Sabine und Melanie erfragt werden.

Wer steckt dahinter?

Hinter der neuen Trauergruppe stehen Sabine Friedrich und Melanie Pfister-Schott. Sabine ist Mutter von vier Töchtern, Kinder- und Jugendtherapeutin, Hospiz- und Trauerbegleiterin und Heilpraktikerin beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie. Melanie ist ebenfalls Mama von zwei Töchtern, Erzieherin, Gesundheitsberaterin, Energetische Heilerin und Inhaberin von „Keltisches Zentrum“ in Egenhausen.

Die Gründerinnen der Trauergruppe: Sabine Friedrich (links) und Melanie Pfister-Schott. Foto: Melanie Pfister-Schott

Die Gründerinnen der Trauergruppe: Sabine Friedrich (links) und Melanie Pfister-Schott. Foto: Melanie Pfister-Schott

Wer Interesse an den Angeboten von Sabine und Melanie hat, kann sich sehr gerne per Mail oder Telefon mit den Beiden in Verbindung setzen:

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