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Der Spitalseebunker in Schweinfurt. Foto: Kulturpackt e.V.
Der Spitalseebunker in Schweinfurt. Foto: Kulturpackt e.V.

„Healing“: Ungewöhnliches Spielerlebnis im Spitalseebunker

Der Spitalseebunker in Schweinfurt öffnet wieder seine Tore. Seit einigen Wochen rumort es im Weltkriegsbunker. Wer einen Blick durch die Tür erhascht, schaut in eine verwinkelte futuristische Welt. Seit Anfang Juni baut ein Team aus Kunstschaffenden der Gruppe denialofservice.fail gemeinsam mit Mitgliedern des Kulturpackt für Schweinfurt e.V. den Bunker um in das Set der außergewöhnlichen Theatershow „Healing“. Am Mittwoch, 11. August, öffnet das Team ab 18 Uhr nun erstmals die Tore für die Öffentlichkeit.

Was steckt hinter „Healing“?

Doch was steckt hinter dem großen interaktiven Theater- und Spiel-Projekts „Healing“, das mit Unterstützung des Stadtrats mit 20.000 Euro von der Stadt Schweinfurt gefördert wurde und einmalig nur in Schweinfurt und nur im August stattfindet?

Das innovative Stück, bei dem es keine Zuschauer, sondern nur Mitwirkende gibt, verknüpft Theater, Rollenspiel und Online-Elemente mit einem aktuellen Thema: Überwachung, „social score“ und unseren Umgang mit digitalen Plattformen, so der Kulturpackt e.V.

Totale Überwachung

„Healing ist ein Spiel, in dem nichts unbeobachtet bleibt. Alles hat Konsequenzen. Healing handelt von einer Show, deren Teilnehmende am Rande der Gesellschaft stehen und für die Alles auf dem Spiel steht. Jede ihrer Handlungen wird überwacht und bewertet. Hier kämpfen sie für ihren Lifescore – ein Bewertungssystem, welches das gesamte Leben bestimmt. Und für ihre Freiheit. Schreibe Deine Geschichte selbst“, so heißt es auf der Homepage.

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Vor Ort und online

Die Hälfte der Teilnehmer nimmt live und vor Ort an Healing teil, im Spitalseebunker in Schweinfurt. „Dort erwartet sie auf mehreren Etagen ein Spielort zwischen Anstalt und pulsierender Showästhetik. Es ist eine immersive Spielwelt, in der es immer etwas zu entdecken gibt. Seltsame Gestalten und ihre Geschichten, ein ausgeklügelter technischer Überwachungsapparat und futuristische Gewächshäuser“, so wird das Setting von den Veranstaltern angekündigt. Gemeinsam mit professionellen Darstellenden erwecken die Spielenden die fiktive Entertainmentshow zum Leben, heißt es weiter.

Der Spitalseebunker in Schweinfurt. Foto: Kulturpackt e.V.

Der Spitalseebunker in Schweinfurt. Foto: Kulturpackt e.V.

Ein Publikum vor Ort gibt es nicht, das „Publikum“ ist praktisch online dabei und ebenfalls am Spiel beteiligt. „In eigens dafür erschaffenen 3D-Spielräumen im Netz greifen sie mit Video, Stimme und Textchat in das Geschehen ein und greifen auf das Überwachungssystem von Healing zu. Ihre Aufgabe ist es, ihre Mitspielenden zu kontrollieren und zu bewerten – doch sie alle haben auch ihre ganz eigenen, verborgenen Ziele.“ Alle Teilnehmenden vor Ort und online erstellen sich im Vorfeld außerdem eine eigene Rolle über einen dafür entwickelten Konfigurator.

Ganze sechs Stunden dauert dann ein Durchgang des innovativen Spiels, in dem alle Beteiligten auf die Handlung Einfluss nehmen. Alle nehmen gleichzeitig und auf Augenhöhe am Spiel teil. Im Voraus gibt es eine kurze Besprechung der Regeln.

Acht Termine im August

Healing kann ab 18 Jahren gespielt werden. Es gibt acht Termine. Ab dem 7. August findet jeden Samstag und Sonntag im August eine Spielrunde statt (14., 15., 21., 22., 28. und 29. August.). Tickets gibt es ab 15 Euro auf www.healing.dos.fail und auf www.startnext.com/healing-dos-fail, wo es zusätzlich noch weitere Infos über das Spiel gibt.

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