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Um die 400.000 Päckchen werden jährlich an Bedürftige verteilt. Foto: Samaritan´s Purse
Um die 400.000 Päckchen werden jährlich an Bedürftige verteilt. Foto: Samaritan´s Purse

Weihnachten im Schuhkarten: Abgabe in der Stadtgalerie Schweinfurt

Die Stadtgalerie Schweinfurt ist auch in diesem Jahr einer der Abgabeorte der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Zwischen dem 1. Oktober und dem 13. November können die Schuhkartons an der Kundeninformation im Erdgeschoss abgegeben werden. „Wir freuen uns, eine solche Aktion erneut unterstützen zu können“ so Center Managerin Anica Helbing.

Hilfe für verwahrloste Kinder

Alles begann mit dem Zusammenbruch des Ostblocks im Jahr 1989. Damals nahm der Kommunismus in Rumänien ein blutiges Ende. Diktator Nicolae Ceausescu und seine Frau Elena wurden hingerichtet. Sie hinterließen ein Land in bitterer Armut. Im Frühjahr 1990 gingen erste Bilder von rumänischen Waisenhäusern um die Welt, die vollkommen verwahrloste Kinder zeigten. Die Bilder des Schreckens ließen den Engländer Dave Cooke aus Wrexham, nahe Wales, nicht mehr los. Zusammen mit seiner Frau und einem lokalen Radiosender erging der Aufruf an die Bewohner für Waisenkinder in Rumänien zu sammeln. Daves Schwester Jane kam zudem auf die Idee, Kinder zu bitten, einen Schuhkarton mit Geschenkpapier zu umwickeln und mit Dingen zu füllen, über die sich andere Kinder freuen würden.

Zu Weihnachten Schuhkartons gepackt

Zusammen mit Daves Tochter Naomi entstand eines Abends der Name für die Aktion: „Operation Christmas Child“. In den nächsten Jahren packten immer mehr Menschen zu Weihnachten Schuhkartons. Die Aktion war nicht mehr zu stoppen. Um die ursprünglich zeitlich begrenzte Kampagne in professionellere Bahnen zu lenken, übergab Dave Cooke „Operation Christmas Child“ 1993 offiziell an die international tätige Hilfsorganisation „Samaritan’s Purse“, die die Aktion auf weitere Länder ausweitete.

Bis zu 400.000 Päckchen im Jahr

1995 hörte die damalige Redaktionsleiterin der christlichen Zeitschrift „Entscheidung“, Dr. Irmhild Bärend, bei einem Treffen mit Franklin Graham, CEO & Präsident von Samaritan’s Purse, über das neue Projekt. Begeistert von der Idee folgte 1996 der Aufruf in der „Entscheidung“ für „Weihnachten im Schuhkarton“ zu packen. Überraschend trafen im ersten Jahr bereits 1.600 Päckchen in der Redaktion ein. Aus dem Stehgreif wurde eine „Packstraße“ errichtet, die ersten Ehrenamtlichen begannen mit der Durchsicht der Päckchen. Nur vier Jahre später, im Jahr 2000, waren es bereits fast 180.000 Schuhkartons. Heute werden allein im deutschsprachigen Raum jedes Jahr mehr als 400.000 Päckchen gepackt. Heute gibt es über 5.000 Abgabeorte mit mehr als 10.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

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Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadtgalerie Schweinfurt.

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