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Bei einer nicht angemeldeten Versammlung in Schweinfurt krachte es zwischen der Polizei und einigen Teilnehmern des "Spaziergangs". Foto: Martina Müller
Bei einer nicht angemeldeten Versammlung in Schweinfurt krachte es zwischen der Polizei und einigen Teilnehmern des "Spaziergangs". Foto: Martina Müller

Corona-Spaziergang in Schweinfurt: Kleinkind bekommt Pfefferspray ab

Es war nicht die erste nicht angemeldete Versammlung in der Schweinfurter Innenstadt, zu der mehrere hunderte Menschen aufliefen. Bei einem sogenannten „Spaziergang“ protestierten die meist friedlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen. Laut Polizei mischten sich aber auch „zahlreiche Krawallmacher“ unter die Demonstranten.

Demnach hätten sich immer wieder Gruppen zusammengeschlossen, die gegen Einsatzkräfte und Absperrungen vorgingen. Acht Polizeibeamte wurden durch Faustschläge und Fußtritte verletzt. Um sich zu wehren, kamen Schlagstöcke von Seiten der Polizei zu Einsatz. Ein 50-Jähriger zog sich eine Kopfplatzwunde zu, als er von einem der Stöcke getroffen wurde. Acht Personen wurden vorläufig festgenommen. In der aufgeheizten Stimmung seien auch immer wieder Polizisten beleidigt und bespuckt worden.

Mit Pfefferspray Absperrung verteidigt, Kind verletzt

Auch Pfefferspray kam neben den Schlagstöcken von Seiten der Beamten zur Anwendung, als eine weitere Polizeiabsperrung durch Teilnehmer der Versammlung überwunden werden sollte. Dabei wurde auch ein vierjähriges Kind von seiner Mutter durch eine Pfefferspraywolke getragen. Es erlitt eine Augenreizung und musste medizinisch versorgt werden. Gegen die Mutter wurde eine Anzeige erstattet.

Um etwa 20.40 Uhr gelang es der Polizei, die nicht angemeldete Demo in Schweinfurt aufzulösen. Vier der ausgemachten Rädelsführer müssen sich wegen Verstößen nach dem Versammlungsgesetz verantworten.

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Polizei: „Lassen Sie sich nicht von Rechtsextremist:innen und Antisemiten vereinnahmen“

Dazu appelliert die Schweinfurter Polizei nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen am zweiten Weihnachtsfeiertag: „Distanzieren Sie sich von Krawallmachern und Straftätern! Lassen Sie sich nicht von Rechtsextremisten, Reichsbürgern oder Antisemiten vereinnahmen und behindern Sie keine Maßnahmen der Polizei.“

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