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Wasserglas. Symbolfoto: Pascal Höfig
Wasserglas. Symbolfoto: Pascal Höfig

Südwestlicher Landkreis: Vorsorgliches Abkochgebot für Trinkwasser

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe (RMG) weist darauf hin, dass ab dem 28. Januar 2022 ein Abkochgebot für Trinkwasser im Versorgungsgebiet Werneck (ausgenommen Gewerbegebiet Werneck an der A70), Ettleben, Zeuzleben, Mühlhausen, Hergolshausen, Theilheim, Eßleben, Waigolshausen und Garstadt gilt. Das Abkochgebot hat das Gesundheitsamt Schweinfurt vorsorglich angeordnet.

Chlorung wird eingestellt

Hintergrund ist, dass Ende Januar 2022 die Chlorung für dieses Versorgungsgebiet eingestellt wird. Vorrangiges Ziel laut Mitteilung der RMG ist es, nach Einstellung der Chlorung eventuell vorhandene Keime im Versorgungsbereich zu finden, diese einzugrenzen und nach Möglichkeit zu entfernen. Bislang konnten laut RMG nur vom Netz zu trennende Anlagen mit chlorfreiem Wasser getestet werden. Hierbei hätten sich keine Auffälligkeiten gezeigt.

Keime können sich bilden

Das vom Gesundheitsamt vorsorglich angeordnete Abkochgebot gemäß der aktuellen Trinkwasserversorgung ist notwendig, da nicht ganz auszuschließen ist, dass (nachdem das Wasser chlorfrei ist) sich an einzelnen Stellen im Rohrnetz Indikatorkeime bilden. Diese sind grundsätzlich nicht gefährlich, sondern geben einen aufschlussreichen Hinweis, dass sich auch andere – eventuell schädliche – Keime im Trinkwasser befinden könnten.

Empfehlungen: Das ist zu tun

Folgende Empfehlungen sprechen das Gesundheitsamt und die RMG für die Bewohnerinnen und Bewohner der vom Abkochgebot betroffenen Gebiete aus:

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  • Das Leitungswasser nicht direkt trinken!
  • Wasser, das zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken (z.B. Säfte, Säuglingsnahrung, Speiseeis, Eiswürfel) oder zum Zähneputzen verwendet wird, muss vor Gebrauch einmal sprudelnd aufkochen. Dies gilt auch für die Behandlung von Lebensmitteln, z.B. beim Waschen von Salat und Gemüse. Lassen Sie das Wasser nach dem Abkochen mindestens zehn Minuten abkühlen. Der Gebrauch des abgekochten Wassers für die oben aufgeführten Zwecke ist unbedenklich.
  • Geschirrspülen: Sofern über eine Geschirrspülmaschine verfügt wird, können damit Ess- und Trinkgeschirr und weitere Utensilien, die mit Lebensmittel in Berührung kommen, bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius gereinigt werden.
  • Für Geschirrspülen per Hand muss ab dem 28. Januar 2022 vorübergehend ebenfalls abgekochtes Wasser verwendet werden – dabei auf eine vollständige Trocknung nach der Reinigung achten.
  • Baden und Duschen ist nach wie vor problemlos möglich.

Weitere Hinweise zur Vorgehensweise hier.

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