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Fahrrad. Symbolfoto: Pascal Höfig
Fahrrad. Symbolfoto: Pascal Höfig

Radfahren am Mainradweg: Jetzt das Fahrrad frühlingssicher machen

Unser Mainradweg ist – ganz objektiv selbstverständlich – wahrscheinlich der schönste Radweg Deutschlands. Mit seinen knapp 600 Kilometern erstreckt er sich am Main entlang den ganzen Weg zwischen Aschaffenburg und Bamberg – und bietet alles. Von umwerfender Natur, über traditionsträchtige Städte bis hin zu traumhaften Urlaubsregionen. Und das direkt vor unserer Haustür! Doch um das alles genießen zu können, heißt es: „Jetzt das Fahrrad frühlingssicher machen!“

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Mit dem windigen Herbst und dem dunklen, kalten Winter bald hinter uns, finden wir, dass es so langsam Zeit wird, auch unsere Fahrräder wieder aufzuwecken. Der Frühling, längere und wärmere Tage sowie das Sprießen und Blühen der Natur stehen bevor – aber bevor losgelegt werden kann, sollte unser Gefährt einmal überprüft werden. Alles noch da, wo es hingehört? Funktioniert alles? Hier ist unsere Checkliste dafür, was alles begutachtet und nach Möglichkeit aufgebessert werden sollte, um guten Gewissens und vorbereitet in die Fahrradsaison starten zu können. Jetzt das Fahrrad frühlingssicher machen!

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Das Fahrrad frühlingssicher machen

Einmal Vollwaschgang, bitte!

Am einfachsten sind Mängel zu finden, wenn das Gerüst an sich möglichst sauber ist. Also sollte der erste Schritt eine Grundreinigung sein. Zur Möglichkeit stehen hier spezielle Fahrradreiniger, aber auch grobe und feine Bürsten sowie ein Lappen und ein bisschen lauwarmes Wasser reichen hier aus. Da es an einem Fahrrad recht viele sensible Teile gibt, am besten Finger weg von Hochdruckreinigern oder Ähnlichem. Die richten nämlich mehr Schaden an, als dass sie helfen.

Irgendwelche Schrauben locker?

Als Erstes sollte überprüft werden, ob mit dem Werkzeug etwas nachgezogen werden muss. Einfach mit dem Schlüssel alle Muttern einmal durchzugehen ist hier sinnvoll. Ein kurzes Anheben und wieder Fallenlassen des Fahrrads kann außerdem effektiv lose Verbindungen hörbar machen – einfach auf ein rasselndes Geräusch achten.

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Im Anschluss das Fahrrad einmal umdrehen, sodass ein freier Zugriff auf Getriebe und Reifen besteht. Um Kratzer am Lenker und Sattel zu vermeiden, kann hier eine Decke oder ein Laken untergelegt werden. Geheimtipp: nimmt man einen hellen Stoff, lassen sich eventuell heruntergefallene Teile schnell und einfach wiederfinden.

Licht an!

Auch wer nicht unbedingt plant im Dunkeln zu fahren, sollte dennoch auf alle Eventualitäten vorbereitet sein: hinten ein dauerhaft rotes Licht, vorne weiß. Auch die Reflektoren leiden mit der Zeit und sollten auf Vollständigkeit überprüft werden. Bei batteriebetriebenem Licht die Batterien oder Akku austauschen und bei Dynamo alle Kabel und Verbindungen prüfen.

Das läuft wie geschmiert

Wer viel Fahrrad fährt, sollte die Kette regelmäßig wieder einfetten – aber ganz besonders nach dem Winter! Am besten zuerst die Kette durch einen alten Lappen laufen lassen, damit sich alter angesammelter Schmutz lösen kann.

Für das Ölen der Kette sollten spezialisierte Schmierstoffe verwendet werden – keine im Haushalt befindlichen Haushaltsöle. Ein Tropfen Öl auf jedes Glied der Kette, ein paar Mal im Leerlauf drehen lassen und Überschuss mit einem Lappen auffangen. Fertig!

Idealerweise sollten sich auch andere Drehpunkte angeschaut werden – wie die Schaltung oder die Pedale. Auch hier sorgen Schmiermittel für eine längere Lebensdauer.

Ganz wichtig: Bremsen

Einer der wichtigsten Schritte ist die Überprüfung der Bremse – und sollten diese nicht mehr funktionieren oder zu abgenutzt sein, ist die Hilfe eines Profis nötig. Funktionale Bremsen sind überlebenswichtig!

Die Bremsen sollten allesamt leicht zu betätigen und gut zu kontrollieren sein, sowie alle Kabel gut und fest mit dem Fahrradrahmen verbunden. Sollte etwas zwicken, hilft auch hier ein gutes Schmiermittel wie Kriechfett.

Das häufigste Verschleißteil ist der Bremsbelag – hier gilt, dass wenn die Rillen auf dem Gummi oder gar das Gummi selbst nicht mehr zu sehen sind, die Felgenbremsen unbedingt auszutauschen sind. Neue Beläge findet man im Fahrradladen oder gut bestückten Baumarkt.

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Läuft alles rund?

Sichere, pralle Reifen sind das A und O. Nun ja, eher O als A, hoffen wir. Zuerst sollte generell überprüft werden, ob die Felgen noch rund sind, oder sich eine Acht geformt hat, sie also verbogen sind und das Rad beim Fahren eiert. Sollte das der Fall sein, ist ein wenig mehr Aufwand nötig und ein Besuch beim Fahrradhändler vielleicht sinnvoll.

Als Nächstes der Reifenmantel – hier sollten keine Risse zu erkennen und das Profil tief genug sein. Wie auch beim Auto sorgt das Profil für Sicherheit beim Fahren und gewährleistet Haft am Boden sowie Rollwiderstand.

Nach Felgen und Mantel bleibt noch das Aufpumpen übrig. Sollte sich der Reifen mit dem Daumen mehr als circa einen Zentimeter eindrücken, ist mehr Luft notwendig. Eventuelle Löcher zum Flicken können ganz einfach in einer flachen Wanne gefüllt mit Wasser gefunden werden: einfach den Reifen hineinlegen oder durchdrehen und beobachten, ob und wo kleine Bläschen aufsteigen.

Sattel noch auf der richtigen Höhe?

Und wo man schonmal dabei ist, sollte auch die Höhe des Sattels und des Lenkers kontrolliert werden – sind beide noch da, wo sie sein sollten? Die richtige Einstellung sorgt für verbesserten Fahrkomfort und langsamere Ermüdung der Muskeln. Beim Sitz auf dem Fahrrad sollte das Bein an niedrigster Stelle der Pedale durchgestreckt sein. Bleibt das Knie angewinkelt, muss der Sattel höher. Sollte das Bein überstreckt sein, niedriger.

Zum Schluss – der Helm

Auch wenn der Fahrradhelm nicht direkt zum Fahrrad gehört, sollte auch er beim Frühjahrsputz noch einmal unter die Lupe genommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Sitzt er noch immer komfortabel? Fahrradhelme werden stetig aktualisiert und weiterentwickelt und neuere Modelle gewähren eventuell mehr Bequemlichkeit. Generell gilt: sollte der Helm bei einem Auf- oder Unfall in Mitleidenschaft gezogen worden sein (sprich: seine Arbeit getan und den Kopf beschützt!), dann auf jeden Fall austauschen.

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Wir wünschen ganz viel Spaß bei den hoffentlich bald startenden Frühlingsradtouren!

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag.
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