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Symbolfoto Arbeiten. Foto: Tim van der Kuip/unsplash
Symbolfoto Arbeiten. Foto: Tim van der Kuip/unsplash

Zufriedenheit von Zeitarbeitern: THWS stellt Untersuchungsergebnisse vor

Die Zeitarbeit hat ein Imageproblem. Sie gilt als eine Branche, die von vielen Personen kritisch wahrgenommen wird – hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und der Zukunftsträchtigkeit einer entsprechenden Beschäftigung. Man könne anhand des öffentlich wahrgenommenen Bildes vermuten, dass das negativ geprägte Image auch auf die Wahrnehmung und die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Personaldienstleistung abfärbe. Ein Projekt an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat jedoch gezeigt, dass ein hoher Prozentsatz der Zeitarbeitenden zufrieden mit den jeweiligen Tätigkeiten sei.

Über 450 Teilnehmende beantworteten unter anderem, ob sie ihre Arbeitgeber weiterempfehlen würden

Dies ist das Resultat, das ein studentisches Team unter Leitung von Prof. Dr. Steffen Hillebrecht in seiner Analyse zur „Arbeitszufriedenheit und Gehaltszufriedenheit in der Zeitarbeitsbranche“ untersucht hat. Die Studierenden kooperierten mit ES Edgar Schröder und Tekath Personalberatung. In ihrem abschließenden Bericht im Schwerpunkt International Human Resources Management an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften präsentierten sie eine quantitative Onlineumfrage mit einem Rücklauf von 453 Teilnehmenden, ergänzt durch fünf Tiefeninterviews mit Expertinnen und Experten.

Die Ergebnisse der Zeitarbeits-Studie im Detail:

70 Prozent der Beschäftigten würden ihre Arbeitgebenden weiterempfehlen
64 Prozent der Zeitbeschäftigten seien mit ihrem Führungspersonal zufrieden oder sogar sehr zufrieden
79 Prozent seien mit ihrem Arbeitsumfeld und der Kollegschaft (sehr) zufrieden

Diese hohe Zufriedenheit, so das Studierendenteam, kontrastiere mit einer relativ anspruchsvollen Umgebung, in der eine hohe Arbeitsbelastung und Überstunden üblich seien. Dafür sei nicht nur eine insgesamt attraktive Gehaltsgestaltung verantwortlich (42 Prozent seien zufrieden, 23 Prozent sogar sehr zufrieden) – 99 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Gehaltshöhe durch Einsatz, Arbeitsumfang und Inhalte selbst (mit-)gestalten könnten.

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Andererseits seien fehlende Aufstiegschancen und ein Defizit bei immateriellen Leistungen wie zum Beispiel Fortbildungsangebote dafür verantwortlich, dass Unzufriedenheit entstehe oder sich vertiefe. Hier gebe es weiter Luft nach oben.

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